Perth – ISAF WM Highlight – 17.12.2011

 

 

Perth ISAF WM Highlight Clip 17.12.2011

Spannend war es bei den  470er-Damen, wo sich Kadelbach / Belcher  in der Olympiaqualifikation gegen Lutz / Beucke mit 1 Punkt Vorsprung durchsetzen konnten.  L / B schienen  in WF 9 total die Nerven verloren zu haben , als sie von Kadelbach in Deckung genommen wurden und  sich bis auf den letzten Platz zurückdrängen liessen  und schliesslich aufgeben.

Auf facebook schreiben Lutz / Beucke:

Es hat leider nicht geklappt! Leider Unfairness über den reinen Sport gesiegt! Wir wollen uns trotzdem soooooooo sehr bei euch allen bedanken! Wir haben so viele Nachrichten, Aufmunterungen und positive Energie nach Australien geschickt bekommen! DANKE! Ihr seid der Hammer!!!

im 9. Rennen wurden wir durch die Match Race Taktik von GER 21 so weit nach hinten gesegelt, dass wir irgendwann auf dem letzten und vorletzten Platz waren. Vielleicht kannst du verstehen, dass wir aus Respekt vor uns selber dieses Rennen nicht zu ende segeln wollten.

 

Tired. Exhausted. Happy. Sad. All of the above. It’s a turmoil of emotions right now. Thanks for your support guys. This week has been one of the toughest in our sailing careers. Let’s hope it has made us stronger.

 

Die meisten Kommentare halten K / B’s Vorgehensweise für moralisch bedenklich.  Professionelle Härte ist jedoch erforderlich, um ganz nach vorn zu kommen. In den Biographien der erfolgreichsten Sportler finden wir dazu ahnliche Beispiele.

Beim “nach hinten segeln” gehört immer auch eine Mannschaft dazu, die dies mit sich geschehen lässt. Dies muss in einem Fleet-Race m.E. nicht sein, da man ja Gelegenheit hat,  bsw. eine Lücke zwischen zwei Booten zu nutzen, um sich aus der Deckung zu befreien.

Ich persönlich halte es für legitim, dass die toughe Kathrin ihre Match-Race-Erfahrung professionell ausgespielt hat. Sie gewann ja bsw. 2010 mit Uli Schümann und Markus Koy die Internationale Deutsche Meisterschaft Match Race

Wenn Tina Lutz im Video-Interview sagt;: “Man muss die ganze Zeit gucken, wo ist sie, damit man nicht über den Haufen gefahren wird,” dann stellt sich doch die Frage, warum sie sich nicht absetzen konnte, wenn sie angeblich die Schnellere und Bessere ist.

Comments

  1. Martin B says

    Es ist korrekt was Kaddelbach macht. Sie stellt jedoch persönliche Ziele über die der Nation. Im Moment verhindert sie eine Chance Deutschlands, mit einem guten 470er Damenteam bei den Olympischen Spielen in Weymouth zu vertreten.
    Das ist nicht nationales Interesse, das ist nicht Interesse des DSV oder STG.
    Wenn sie dann auch nicht fahren kann, weil etwas in Barcelona schief geht, hoffe ich, dass sie nie wieder von einem Verband unterstützt wird, der Mitgliederbeiträge dafür verwendet.

  2. - Uwe - GER 110 says

    Katrin hat in Perth in WF 1 einen Frühstart hingelegt, der sich wohl auch noch in WF 2 u. 3 als belastend heraugestellt hat. In WF 4 und 5 war sie mit den Platzierungen 11 und 6 voll dabei.
    In Weymouth war sie wesentlich besser als L / B.
    Ich halte Kadelbach / Belcher für mindestens genauso stark wie L / B.

    Bei der IDM 2011 lag Kathrin auf Rang 6. Lutz erreichte nur Rang 18.

    In Weymouth lag Kathrin auf Rang 9. Lutz lag auf Rang 15.

  3. Martin B says

    Mittlerweile hat (Endergebnis) Lutz/Beucke weitergekämpft und für Deutschland das Olympiaticket gelöst. Hätte sie sich genauso teamfeindlich wie Kadelbach verhalten, uns nur auf persönlichen Vorteil aus gewesen, hätte Deutschland jetzt trotz zweier aussichtsreicher Teams keinen Platz bei den Spielen.
    Ich wollte nicht mit so einer Egoistin wie Kadelbach in einem Team sein.
    Da muss man ja immer Angst haben, dass sie einem das Messer in den Rücken rammt….

  4. - Uwe - GER 110 says

    Martin,

    die Kathrin verhält sich regelkonform. Da braucht also weder die Tina Angst zu haben, “über den haufen gefahren” zu werden, noch irgendjemand Angst vor Messern zu haben.
    Die Aggressivere ist m.E. ziemlich eindeutig Tina, wenn wir einmal an ihr Auftreten vor den Video-Cams denken.

    Die Fahrkarte nach London hätte Kathrin im übrigen locker bei der WM 2012 lösen können.