Fläche eines 6 m langen 4mm Grossfalls = 240 Quadratzentimeter
Gerade bei Alumasten sieht man das oben in die Grossfallklaue eingehängte Grossfall oft neben dem Mast im Wind bremsend auswehen. Bei einem endlosen Fall ist die Fläche doppelt so gross. Auf ein Brett aufgewickelt wird die bremsende Fläche des Falls besonders deutlich.
Es empfiehlt sich also ein innenliegendes Grossfall oder zumindest die Fixierung des Grossfalls durch sog. Knaggen an der Mastvorderseite.
Classic Finn Biblis 2010
Erstmalig fand am vergangenen Wochenende eine Regatta in der olympischen Bootsklasse „Finn-Dinghy“ Abteilung „Classic“ (Boote über 20 Jahre, Alu-Mast und Dacron-Segel) beim Segelclub Biblis statt von der ich nun zusammenfassend ein berichten möchte.
Nachdem bereits vor einem Jahr die Grundidee zu dieser Classic Regatta bzw. der hieraus resultierenden RL-Serie mit max. 4 Veranstaltungen entstand und dank unserer modernen Kommunikationstechnik werbeträchtig im Internet präsentiert wurde, konnte der SC Biblis sowie Wettfahrtleiter Felix Pfaffrath am Samstag den 24.7.2010 um 14.00h., 9 Classic Finn Dinghy ( 13 Meldungen) am 1. Start der ersten von vier ausgeschriebenen Wettfahrten dieser Serie begrüßen.
Luft u. Wassertemperaturen um 23 Grad, leicht bedeckter Himmel, teilweise sogar Sonne, Wind um 3 Windstärken in Bojen sogar mal 4 Beaufort und ein übersichtlicher nicht allzu großer See waren tolle Rahmenbedingungen an diesem ersten Wettfahrttag. Aufgrund dieser Wettersituation besprachen Regatta-Segler u. Wettfahrtleitung, gleich 3 Wettfahrten (effektiv durchgeführt 2 Vollwettfahrten , jeweils 3 x olympisches Dreieck, ca. 45 Minuten pro Wettfahrt sowie die letzte Wettfahrt abgekürzt 2. olympisches Dreieck, ca. 30 Minuten) an diesem Tag durchzuführen, was sich dann später auch als richtige Entscheidung herausstellte.
Für den darauffolgenden 2. Wettfahrttag waren abflauende Winde um 2 Beaufort prognostiziert, jedoch erst ab ca. 13.00 Uhr und so war es dann erst gegen 13.45h. möglich, die angekündigte 4. und letzte Wettfahrt zu starten bzw. durchzuführen. Da die ersegelten Ergebnisse dieser Classic-Wettfahrtserie zwar interessant aber nach meiner Auffassung eher zweitrangig zu sehen sind, möchte ich auch berichtmäßig hierauf nicht eingehen und verweise auf die angehängten Ergebnislisten.
Abweichend zu einer normalen Finn-Ranglistenregatta möchte ich allerdings hier noch nachfolgendes berichten:
Startgeld
15 Euro Startgeld, hierin enthalten 2 Essen (Prager Schinken, Salat am Samstag) und Bratwurst / Reste des o.g. Schinkens am Sonntag) sowie 2 Freigetränke , sind sicherlich gerade mal kostendeckend für den Verein.
Wettfahrtleitung / Team:
Felix Pfaffrath (selbst aktiver Finn-RR-Segler) und 2 jugendliche Vereinsmitglieder (Opti-Segler) auf dem Bahm, sicherlich das jüngste Wettfahrtleiterteam Deutschlands, sowie zahlreiche aktive Finn-RR-Segler des SC Biblis ohne eigenen Classic-Finn als Helfer engagierten sich professionale zur Zufriedenheit aller Teilnehmer und Gäste.
Startverschiebung
Bootsbedingt durch das Bootsalter waren Reparaturen an den Finns zwischen den einzelnen Wettfahrten notwendig. Demzufolge wartete die Wettfahrtleitung geduldig , bis alle Boote wieder Einsatzfähig auf dem Wasser waren.
Preise
Neben Erinnerungspreisen für alle Teilenehmer wurden noch einige Pokalehrungen durch den Verein durchgeführt.
1. Pokale für die Erstplacierten
2. Wanderpokal für den Sieger (Neukreation u. Stiftung J. Pfaffrath)
3. Pokal für den weitgereisten Segler
4. Pokal für den schwersten Segler
5. Pokal für das älteste Schiff
Zuschauer
Warum auch immer, fanden sich zahlreich interessierte Zuschauer in Biblis ein und so wurden einige Schiffe bereits an Land von fachkundigen Seglern begutachtet.
Am Ende dieses Berichtes kann ich dem SC Biblis für diese rundum gelungenen 1. Classic Veranstaltung nur nochmals danken. Vielleicht schaffen es ja im nächsten Jahr mehr als 10 Classic Finns aufs Wasser zu kriegen.
Gummi GER 92
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Bericht von Olaf Grabau
Am Samstag konnten bei traumhaften Wetter und anständigen 3 Bft. 3 olympische Wettfahrten auf dem kleineren der beiden Seen (runder See) gesegelt werden. Am Sonntag wurde auf Wunsch der Teilnehmer bei geschätzten 0 – 1 Bft. noch ein Up and Down Rennen auf einer kurzen Bahn gestartet. Die Classic Regatta hat allen Beteiligten viel Spass gebracht. Der originelle “Classic” Wanderpokal wird im kommenden Jahr bestimmt verteidigt werden müssen.
Hier noch was für die Statistik:
- von den 9 Teilnehmer waren 2 keine Masters oder Grand Masters
- gewonnen hat das Boot, welches durch verschiedene Maßnahmen am umfangreichsten den modernen Finns angepasst wurde zusätzlich ist Maximilian Gottschalk auch ein excellenter Regattasegler. Das Schreiber Finn von Detlev Guminski ist eine echte Rakete.
- das Finn welches von Ralf Kratz gesegelt wurde (vermutlich Vlieger) haben wir im vergangenen Jahr am Inheidener See aus den Hecken geschnitten und in liebevoller Kleinarbeit wieder hergestellt. Es dient nun zusammen mit dem Hyundai Finn unseren Jugendlichen die ein Finn segeln möchten.
- ein reines Holz Finn war leider nicht am Start
Biete einen älteren Fin zum Verkauf an. Schätze ihn auf Baujahr 1970
- 80. Gleich vorweg, der Zustand des Rumpfes ist schlecht und muß
überholt werden. Der Rumpf ist formverleimt (Holz) und weiß
lackiert, das Deck ist aus Mahagonie. Dabei sind ein Alu-Mast, Baum,
ein Segel und Trailer mit Straßenzulassung (TÜV muss erneuert
werden). Der Zustand von Mast, Baum, Segel und Trailer ist recht gut.
Meine Preisvorstellung beläuft sich auf 300€ VB. Fotos sende ich
gerne bei ernstgemeinten Anfragen. Natürlich kann das Boot nach
Absprache auch gerne besichtigt werden. Standort ist in der Nähe von
29456 Hitzacker(Elbe).
Havel Klassik (ASV): 26./ 27. Juni 2010 *
www.asv-berlin.de
Holzboot 2010 (SVG): Steinhuder Meer, 4. Juli 2010 *
www.svgrossenheidorn.de
Rursee Klassik (YCR): 24.- 25. Juli 2010 *
www.yacht-club-rursee.de
Riedsee/ Biblis 24./25.07.Finn Classic Regatta Nur Finn, Baujahr älter 20 Jahre, Alu oder Holzmast mit Dacron oder ältere Segeltechnologie www.segelvereinbiblis.de (Auch für GfK-Finns)
Inheidener See, Finn-Regatta 2009 – Detlev Guminski mit Classic Finn G 129 in Führung!
Heavy Weight – Classic Finn – Newcomer 2010
Wie bekannt brauchen Männer (meist mit zunehmenden Alter) jede Menge Spielzeug. Handelt es sich bei dem Spielzeug um ein Segelboot oder wünschenswertes Zubehör für dergleichen , hält sich der Ärger zumindest familiär noch in Grenzen.
Mann muss sich ja auch mal für sein nie endendes Engagement (denkt man zumindest) belohnen und wenn Frau dann Abends in die strahlenden Augen Ihres Seglers blickt, leuchtet die Kosten/Nutzen Rechnung doch in tiefschwarzen Zahlen im Home-Computer auf. Eigentlich könnte ich mit diesem Happy End meine Kurzstory nun enden, aber das Leben geht zu unserer Freude halt weiter und so bekam ich im Herbst letzten Jahres urplötzlich gewaltigen Ärger, als meine bessere Hälfte den von mir neu erworbenen Finn-Oldtimer als so betitelte Flottenerweiterung parkend in unserem Garten entdeckte.
„Ein Mann, ein Schiff … Finn-Dinghy“ oder „Boote gehören ins Wasser und nicht in den Garten“ usw. usw. , das was meine Frau da sah, gefiel Ihr überhaupt nicht und urplötzlich hing der Haussegen etwas schief. Das geht natürlich überhaupt nicht und so bat ich den neu erworbenen Oldtimer schon tags darauf wieder zum Verkauf an. Über das problematische Thema Bootskauf / Verkauf im Winter brauche ich mich hier wohl nicht weiter auslassen und da ich spontan keine interessieren Käufer fand , das Schiffchen aus dem Garten verschwinden sollte, entschloss ich mich, das Boot über den Winter in meiner Garage selbst zu restaurieren.
Der Winter ist für einen ambitionierten Segler eigentlich eine Jahreszeit, die er im Grunde überhaupt nicht benötigt. Eis, Schnee, Temperaturen unter Null, lange Nächte, kurze Tage, Seesperrungen aufgrund Naturschutzvorgaben , Fisch Besatz Maßnahmen, die Zeit bis zum Frühlingsbeginn ist immer sehr lang. Was zu Winterbeginn noch als gemütlich, kuschelig, entspannend usw. wahrgenommen wird entwickelt sich in den Folgemonaten als quälende/ schmachtende Lebensphase und von strahlenden Männeraugen war in den vergangenen Jahren wenig zu sehen. So aber nicht in diesem Winter, denn da stand ja dieser Oldtimer in der Garage und den galt es zu restaurieren und das tat ich dann auch. Obwohl ich handwerklich eher zu der Gruppe „schief“ zuzuordnen bin, genoss ich die Holz, Laminier und Lackierarbeiten an meinem Schiff zu tiefst.
Am Ende einer jeden Arbeitseinheit am Schiff hatte ich wieder wie beim segeln ein gutes Gefühl in mir und das bestätigte sich dann auch in den Aussagen meiner Familie. Sicherlich ist nicht alles perfekt geworden, aber ich bin mächtig stolz auf meinen neu restaurierten Finn-Dinghy der Werft Schreiber, Segelnummer DDR 1 , der zukünftig auf unserem Langener Waldsee seine Runden segeln wird.
Baujahr 1968, Sommerfeld-Mahagonieschale mit Holzdeck,
(aus)gebaut von Kother aus Krefeld;
Tel: 0176 64006778
Über den webmaster
Uwe - Finn GER 110
Erste Segelerfahrungen mit Jollen seit 1958 auf dem Uphuser Meer und der Emsmündung. Es folgen Segeltörns mit Küstenkreuzern und Yachten auf Nord- und Ostsee, Holland u. Dänemark. Erstes Finn ca. 1973/74.
Nach langjähriger Segelpause 2006 Wiedereinstieg in's Finn (Classic-Finn).
Mitglied im LKV-Niedersachsen, Mardorf, Steinhuder Meer
Uwe - Tel. 0176 64006778